Spiritualität

Spiritualität

Religion:

Worum auch immer es geht in Religion, Spiritualität oder wie auch immer man den Zweig, die “Sekte” nennen will - was steckt dahinter? Was ist die Ur-Idee? Mit welcher Absicht wird einem versucht “Gott” näher zu bringen?

Mit unserer Intention religiös oder spirituell zu sein bzw. wirken, sollten wir uns darüber im klaren sein weshalb wir dies kundtun wollen.

Die Geschichte hat uns gezeigt, daß es immer wieder um weltliche Macht habereien  dabei ging. Kriege ohne Ende werden leider immer noch in diesem Namen geführt. Kann ein wie auch immer gearteter „Gott“ dies wollen? Oder ist vielleicht Gott nicht die eine, große Ur Idee, die diesen Kosmos erschaffen hat? Und wenn dem so ist – dann wären sämtliche Kriege in seinem Namen eine Blasphemie sondergleichen! (Während ich dies schreibe merke ich, daß es nie Kriege gegeben hat als die Göttin noch weiblich war...)

Welche Intention steckt dahinter?? Warum tust Du diese oder kulturellen Riten? Welche Aussage steht dahinter? Hinterfrage das Erbe deiner Ahnen, aber halte das, was gut ist in Ehren. Was nicht mehr stimmig ist, lasse los und wandle es.

 

 

Gott

Gott als Aspekte des Menschlichen, als Abbild/Vorbild des Menschen. Welchen Gott wollen wir?

Den der richtet und bestraft? Den “guten Vater”? Letzteres bestimmt ein gutes Vorbild für Männer ( Aber wo bleibt da der Der Krieger? Der Liebhaber?...)

Frauen brauchen da sicherlich noch andere Ideen!

Der Gottesbegriff ist hier nicht im engen, dogmatischen Sinne zu sehen, sondern als Idee, Geist, Spirit, der sich manifestiert.

Es gilt nicht die Frage welche Gottheiten habe ich, sondern wie gehe ich mir ihnen um? Was mache ich daraus?

Die Götter, die wir haben/anbeten/uns ansprechen sind eng verwoben mit unseren archetypischen Bildern des inneren Selbst. Schon allein daher ist es wichtig, daß sie so mannigfaltig sind!

Mit dem Begriff “Glauben” bin ich ziemlich im Clinch. Merke aber auch, daß andere spirituelle Menschen gerne daran festhalten “weil es dem Menschen ja was bringt”.

Ich halte mich da eher an Vivekananda, Deepak Chopra und sage “Erleben & Erfahrung!”

Glauben nur mit Einschränkung, um auf andere Ideen “gestupst” zu werden.

Gott -> neben dem spirituell/ethischen von entscheidender Bedeutung ist die soziale & politische Aussage der jeweiligen Gruppen, Vereinigungen, Sekten, Religion oder wie auch immer genannt/geartet.

Zueigen ist allen vordergründig ein Heilsversprechen, ob nun auf das Diesseits oder auf das Jenseits bezogen.

Wie schaut es aber in der Realität aus?

Ich persönlich habe mich der feministischen Spiritualität gewidmet → Hexendasein → Kali Yoga eben. :-)

Feministisch auch, weil es zufällig die Hälfte der Menschheit darstellt, aber viel zu lange Zeit schon keine oder falsche Beachtung erhielt. (Frau ist per se „böse“ oder „unrein“, muß sich „verstecken“/„verhüllen“ damit der Gutmensch Mann nicht in Versuchung etc.pp)

 

Meine eigene innere Hinwendung zum Orient - bestimmt auch gefärbt durch die westeuropäische, postkoloniale Sichtweise. Faszination des Fremden genauso wie ein Wiederentdecken uralter Kulturen, die hierzulande verschüttet oder mit ziemlichen Verfremdungen seit der Industrialisierung wieder an die Oberfläche geholt werden.

Darüberhinaus auch das lebendige Treiben des mannigfaltigen hinduistischen Pantheons. Nicht für verstaubte Götzendienste sondern für die Idee der Mannigfaltigkeit des Göttlichen. Die Idee des höheren Bewußtseins, die es zu entdecken gibt. So wichtig Jungs Archetypentheorie auch ist, ich denke daß nicht nur das Gegenstück zu Dir selbst ideell in Dir schlummert sondern gerade auch das, was Du selber vom Geiste her bist. In diesem Sinne sein Handeln, Leben und Tun ausrichten halte ich für den wahren Götterdienst!

Ganzheitlichkeit

Alles können wir sowieso nie verstehen, aber wenn wir versuchen, ein Teil des Ganzen zu werden sind die Chancen größer, ein glückliches Leben zu führen?!

Und da wir nie alles verstehen können, wird es auch nie Menschen geben, die uns “die” Wahrhei erzählen können. So liegt es an uns selber, dies herauszufinden.

“Das einzig Beständige ist die Veränderung.” (Lao Tse, Heraklit u.a. zugeordnet)